
Ideen und Fragen für deinen Brief, wenn dir nichts einfällt
Von Hand geschrieben · Mit Siegelwachs verschlossen · Per Link verschickt
Meist hängt man nicht am Schreiben fest, sondern daran, dass man „einen Brief“ schreiben will, statt eine einzige Frage zu beantworten. Such dir eine Frage aus, die sich mit einer echten Szene beantworten lässt, und der Rest ergibt sich beim Schreiben.
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So könntest du anfangen
“Liebe Jule, gestern ist mir beim Aufräumen unser altes Foto vom Zeltplatz in die Hände gefallen, und seitdem denke ich an dich.”
“Liebes Ich in einem Jahr, heute ist ein ganz normaler Dienstag, und genau den will ich dir aufschreiben.”
“Die Frage, die mich diese Woche nicht loslässt: Wann habe ich zuletzt etwas getan, nur weil ich es wirklich wollte?”
Was du schreiben kannst
1. Nimm nur eine Frage, nicht zehn. Zum Beispiel: „Woran erinnere ich mich, wenn ich an den Sommer vor fünf Jahren denke?“ Beantworte sie mit einem konkreten Moment.
2. Schreib zehn Minuten am Stück, ohne etwas zu streichen. Aufräumen und Umformulieren kannst du danach, der erste Satz muss nicht gut sein.
3. Nenne Details, die nur du kennst: den Ort, das Wetter, was gerade im Radio lief. Vermeide große Sätze wie „Das Leben ist kurz“, sie sagen weniger als eine kleine Szene.
Häufige Fragen
Q. Worüber kann ich schreiben, wenn mir gar nichts einfällt?
Probier eine dieser Fragen: Was hätte ich gern schon vor fünf Jahren gewusst? Welcher Mensch hat mir geholfen, ohne es zu merken? Was habe ich mich einem Freund nie getraut zu sagen? Was soll ich in einem Jahr nicht vergessen haben? Such dir eine aus und schreib los.
Q. Kann ich einen Brief an mich selbst für später verschicken?
Ja. Du stellst ein Öffnungsdatum ein, und der Brief wird an diesem Tag um 00:00 Uhr freigeschaltet. Du verschickst ihn als einen Link, zum Beispiel per WhatsApp oder SMS, und er öffnet sich im Browser, ohne App und ohne Anmeldung. Schreiben, Versiegeln und Senden sind kostenlos, ein Passwort ist optional.