
Abschiedsbrief an einen Kollegen: mehr als nur eine Unterschrift auf der Karte
Von Hand geschrieben · Mit Siegelwachs verschlossen · Per Link verschickt
Auf der Abschiedskarte stehen meistens zehn Mal „Alles Gute“ und „Wir werden dich vermissen“, und genau deshalb bleibt kaum etwas davon hängen. Ein guter Brief nennt eine konkrete gemeinsame Situation, sagt, was die Person im Team verändert hat, und bleibt dabei so herzlich, wie man es auch im Flur sagen würde.
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So könntest du anfangen
“Lieber Jonas, auf die Karte passt nicht, was ich dir sagen möchte, deshalb schreibe ich dir hier noch ein paar Zeilen.”
“Ich denke noch an meine erste Woche im Team, als du mir ohne Aufforderung die Abläufe erklärt hast. Das habe ich nie vergessen.”
“Liebe Katrin, ab nächster Woche fehlt dein Platz neben meinem, und ich merke jetzt schon, wie sehr mir die kurzen Gespräche zwischen zwei Meetings fehlen werden.”
Was du schreiben kannst
1. Erinnere dich an eine konkrete Situation, etwa das Projekt, das ihr gemeinsam gerettet habt, oder den Tag, an dem er oder sie dir geholfen hat. Eine einzige echte Erinnerung wirkt stärker als drei Allgemeinplätze.
2. Sag, was du von der Person gelernt hast oder was im Team ohne sie anders sein wird. Das ist ein Kompliment, das im Beruf passt und trotzdem persönlich bleibt.
3. Vermeide Seitenhiebe auf die Firma, die Chefs oder den Grund des Weggangs, auch wenn sie als Scherz gemeint sind. Wünsch lieber etwas Konkretes für den neuen Weg und biete an, in Kontakt zu bleiben, zum Beispiel für einen Kaffee.
Häufige Fragen
Q. Wie persönlich darf ein Abschiedsbrief an einen Kollegen sein?
So persönlich, wie ihr im Alltag miteinander umgegangen seid. Wenn ihr euch duzt und gelegentlich gelacht habt, darf auch der Brief warm und ein bisschen humorvoll sein. Bei einer eher sachlichen Zusammenarbeit reichen Dank, eine gemeinsame Erinnerung und gute Wünsche. Private Details und Kritik lässt du besser weg.
Q. Kann der Brief erst am letzten Arbeitstag ankommen?
Ja. Du legst ein Öffnungsdatum fest, zum Beispiel den letzten Arbeitstag, und der Brief wird an diesem Tag um 00:00 Uhr freigeschaltet. Du verschickst ihn als einen Link per WhatsApp oder SMS. Die Person öffnet ihn im Browser, ohne App und ohne Anmeldung. Schreiben, Versiegeln und Senden sind kostenlos.