
Der Weihnachtsbrief an alle: das Jahr erzählen, ohne anzugeben
Von Hand geschrieben · Mit Siegelwachs verschlossen · Per Link verschickt
Die meisten Jahresbriefe werden zur Liste aus Noten, Beförderungen und Urlaubszielen, und genau die liest man nur halb. Hängen bleiben die kleinen Szenen: der Hund, der den Adventskranz gefressen hat, der erste Tag in der neuen Schule. Such dir drei solche Momente aus, dann trägt der Brief das ganze Jahr.
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So könntest du anfangen
“Liebe Verwandte, liebe Freunde, kurz vor Weihnachten sitze ich am Küchentisch und versuche, ein ganzes Jahr auf eine Seite zu bekommen. Es ist mir nicht ganz gelungen, aber hier kommt das Beste daraus.”
“Bei uns war 2024 das Jahr, in dem wir dreimal umgeräumt, zweimal den Schlüssel vergessen und einmal richtig gut gelacht haben. Ich erzähle euch, wie es dazu kam.”
“Ihr habt uns dieses Jahr gefehlt, deshalb schreibe ich euch alles auf, was ihr bei einem Kaffee von uns gehört hättet.”
Was du schreiben kannst
1. Erzähl pro Person eine kleine Szene statt einer Leistungsliste. Ein Satz wie "Paul hat im Sommer endlich Fahrrad fahren gelernt und danach drei Tage nur noch das gemacht" sagt mehr als jede Zeugnisnote.
2. Lass auch etwas Schiefgegangenes drin, zum Beispiel die verbrannte Geburtstagstorte oder den Urlaub im Dauerregen. Das wirkt sympathisch und nimmt dem Brief jeden Anschein von Angeberei.
3. Frag am Ende etwas zurück, etwa: "Wie war euer Jahr, und was macht der Garten?" Dann ist der Brief keine Rundmail, sondern der Anfang eines Gesprächs. Bleib bei etwa einer Seite.
Häufige Fragen
Q. Wie lang sollte ein Weihnachtsbrief an Familie und Freunde sein?
Etwa eine Seite reicht: ein Einstieg, drei oder vier kurze Absätze mit je einer Szene, ein Wunsch zum Schluss. Wenn du merkst, dass du nur noch aufzählst, streich lieber, als weiterzuschreiben.
Q. Kann ich den Brief schon im November schreiben und erst an Heiligabend zustellen lassen?
Ja. Du legst ein Öffnungsdatum fest, und der Brief wird an diesem Tag um 00:00 Uhr freigeschaltet. Schreiben, Versiegeln und Verschicken per WhatsApp oder SMS kosten nichts, und wer den Link bekommt, öffnet ihn einfach im Browser, ohne App und ohne Anmeldung.